Storage und Backup

Mag das papierlose Büro auch noch in weiter Ferne, womöglich unerreichbar sein, kann dennoch keiner bezweifeln, was sich täglich beobachten lässt: elekronisch gespeicherte Informationen sind aller Orten auf dem Vormarsch. Sie entfesseln eine Datenflut die eine gigantische und ständig wachsende Zahl von Festplatten und Bänder auffangen, auf denen in absehbarer Zeit weltweit tausend Milliarden Gigabyte gespeichert sein werden.

Einen entsprechend hohen Stellenwert hat das Thema "Storage und Backup" - niemand, der sich mit IT beschäftigt, kommt an ihm vorbei. Alles was man dazu wissen muss, komprimiert dieseRubrik der Linux Technical Review: Storage-Strategie und Speichertechnik, Datensicherheit, vernetzte Speicher, Rechtsfragen der Datenlagerung, Workshops zu Themen, die vom Volume Manager bis zum Cluster-Filesystem reichen.

Leseprobe: Buchtipp

Hartmut Wiehr: Storage Compendium ZAZAmedia, München 2006

Wolfgang Barth: Datensicherung unter Linux Open Source Press, München 2004


Leseprobe: Bilderbuchkarriere

Editorial der Printausgabe zum Thema Storage & Backup.


Leseprobe: Neue RAID-Level im Überblick

Mit der Datenflut wachsen die Speichersysteme, die sie auffangen sollen. Mit deren Größe steigen aber auch die möglichen Folgen eines Ausfalls. Andererseits sind Lese- oder Schreibfehler und auch das komplette Versagen einer Disk nur eine Frage der Zeit. Einen Ausweg bieten Plattengruppen mit eingebauter Redundanz, wie sie die bekannten Parity-RAID-Verfahren erzeugen. Sie können den Ausfall einer einzelnen Disk kompensieren. Allerdings wird dabei selten bedacht, dass die klassischen RAID-Konfigurationen für Storage-Systeme heutiger Dimensionen keinen hinreichenden Schutz mehr gewähren. Stattdessen bieten sich neue Lösungen an.


NAS im Eigenbau

Mit FreeNAS entsteht man in wenigen Minuten ein individuelles NAS (Network Attached Storage). Im Gegensatz zu Lösungen von der Stange bleibt es flexibel erweiterbar und bietet einen Funktionsumfang, den sonst nur teuere Geräte liefern – und das alles für wenig Geld.


iSCSI-Praxis mit Suse

ISCSI (Internet-Scsi) übermittelt Storage-Daten über TCP/ IP über die klassische Netzwerkinfrastruktur Spezielle Switches und Kabel – wie für Fibre Channel – sind nicht mehr nötig. Mit einem aktuellen Open Suse geht die Konfiguration von taget un Initiator leicht von der Hand.


iSCSI unter Linux

Virtualisierungslösungen und Cloud-Computing befeuern die Nachfrage nach Storage-Netzwerken, in denen mehrere Hosts auf gemeinsamen Plattenplatz zugreifen können, um so die Migration von VMs zu ermöglichen. Eine flexible und kostengünstige Alternative für ein solches Speichernetz bietet iSCSI. Dieser Beitrag behandelt en Detail die Installation und Administration verschiedener iSCSI-Implementierungen unter Linux.


Internet Backup

Backup verlangt Know-how, Technik und Disziplin: Begriffe, die eher nach Anstrengung, Pflicht und lästiger Routine riechen. Wie, wenn man sich von Verantwortung, Kosten und der Wiederholung des immer Gleichen befreien könnte, und dennoch auf der sicheren Seite bliebe? Online-Internet-Backup verspricht genau das. Was es hält, untersucht dieser Beitrag.


NAS - sicher und skalierbar

Die Datenmengen drohen uns über den Kopf zu wachsen: In den nächsten zwei bis drei Jahren rechnen Analysten mit einem Anstieg auf das zehnfache Volumen. Gut 80 Prozent dieser Menge sollen unstrukturierte Daten wie Files oder E-Mails sein. Neben einer schlagkräftigen Strategie ist hier natürlich auch eine schnelle und effiziente Storage-Infrastruktur gefragt. IBM legt mit Sonas ein passendes Konzept auf Linux-Basis vor.


Netzwerkweite Datensicherung mit Amanda

Daten mit einfachen Werkzeugen wie Tar und einem kleinen Shell-Skript zu sichern, hat durchaus seinen Reiz. Allerdings stößt man mit solch einfachen Lösungen in großen Netzen schnell an Grenzen. Wer dann nicht gleich zu einer umfassenden kommerziellen Lösung oder Bacula greifen möchte, findet in Amanda vielleicht die gesuchte Skalierbarkeit. Das einfache Datenformat bleibt dabei sogar erhalten.


Profi-Backup im Vergleich

An professionellen Backup-Programmen herrscht kein Mangel, was die Auswahl nicht eben erleichtert. Dieser Beitrag diskutiert die Anforderungen an diese Art Software und vergleicht, wie gut verschiedene Testkandidaten ihnen genügen.


Datensicherung mit Bacula

Datensicherung klingt einfach, kann sich aber in einer großen und heterogenen Umgebung schnell als komplexe Aufgabe erweisen, die man nur mit professioneller Software bewältigt. Dass solche Software nicht Unsummen an Linzenkosten verschlingen muss, beweist das Open-Source-Projekt Bacula.


Sparsam sichern!

Eine raffinierte Technik spart Zeit, Platz und Netzwerkbandbreite beim Backup. Der Trick beruht auf Hardlinks.


Die Medien von morgen

Gilt Moores Law auch für Disks? Bisher legen die Steigerungsraten der Kapazität und Performance diese Parallele nahe. Doch wie lange dauert es bei diesem Tempo noch, bis die Grundelemente heutiger Storage-Lösungen an die unerbittlichen Grenzen von Fertigungstechnik und Physik stoßen? Linux Technical Review hat Experten namhafter Hersteller zur Zukunft der Festplatte befragt.


Dokumenten-Management

Die Datenflut besteht zum großen Teil aus Dokumenten, zum Beispiel Rechnungen, E-Mails, Listen, Statistiken, Berichten oder Faxen. All diese Informationen gilt es nicht bloß abzulegen, man will sie weiterverarbeiten, sprich auswerten, und ordnen, priorisieren, indizieren oder klassifizieren. Welche Konsequenzen sich daraus für eine Speicherlösung ergeben, untersucht dieser Beitrag am Beispiel eines Dokumenten-Management-Systems (DMS).


GlusterFS

Multimedia-Content ist im Internet seit langem auf dem Vormarsch. Eine Konsequenz dieser Entwicklung betrifft Kapazität und Verfügbarkeit der Storage-Ressourcen von Webservern, die immer größere Datenmengen ausfallsicher speichern und schnell ausliefern müssen. Dafür Beitrag eine hoch verfügbare, performante und dabei kostengünstige Alternative.


Verteiltes Dateisystem für Hochleistungsrechner

Im High Performance Computing (HPC) bieten Linux-Cluster inzwischen eine etablierte und kostengünstige Alternative zu einzelnen, proprietären Multiprozessor-Systemen. Die enorme Rechenleistung erfordert jedoch auch adäquate Datenspeicher – oft fließt fast ein Drittel der Investitionskosten für einen Cluster in das Speichersystem.


Grundlagen und Hinweise auf mögliche Stolperfallen LVM2

Eine Festplatte wächst nicht – die Daten darauf aber schon. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet der Logical Volume Manager (LVM2), der es erlaubt, den physischen Speicher, der einem Filesystem zur Verfügung steht, dynamisch zu verwalten.


So sichert man die Petabytes

Das Leibniz-Rechenzentrum Garching betreibt eine komplexe und dennoch flexible Backup- und Archivierungsumgebung im mehrfachen Petabyte-Bereich. Wie behält das LRZ den Überblick über Milliarden von gesicherten Dateien?


Platte oder Band

Bänder oder Platten – was ist das perfekte Backup-Medium? Wie so häufig, lautet die Antwort im Stil von Radio Jerewan auch hier: „Es kommt darauf an…“ Nur: In diesem Fall lässt sich anhand klarer Kriterien entscheiden, was sich wann wofür eignet.


Festplattenüberwachung mit den Smartmontools

Defekte Festplatten sind immer ein Ärgernis, egal ob im Server oder im Client. Der Daemon Smartd checkt SMART-kompatible Disks automatisch und benachrichtigt den Admin, lange bevor eine Platte ausfällt. Die Möglichkeiten der Smartmontools und die Integration in Nagios beleuchtet dieser Artikel.


AFS mit Samba

Das Andrew File System fristet in vielen Netzen häufig noch ein Dasein als Mauerblümchen. Zu Unrecht, denn in Kombination mit Samba bietet AFS gerade für mittlere und große Netze überzeugende Vorteile. So lassen sich damit etwa Volumes im laufenden Berieb zwischen Fileservern verschieben.


ZFS – Filesystem mit neuem Zuschnitt

Zahlreiche neue Konzepte und herausragende Features rechtfertigen die Feststellung: ZFS ist ein Filesystem einer neuen Generation. Momentan ist es für Solaris, OpenSolaris und FreeBSD verfügbar. Für Linux existiert wegen lizenzrechtlicher Schwierigkeiten einer Kernel-Implementierung bisher nur eine Portierung im Userspace.


Compliance

Storage-Hersteller winken gerne mit dem US-amerikanischen Sarbanes Oxley Act oder dem europäischen Basel-II-Standard, die ihrer Argumentation zufolge geradezu zu neuen Investitionen in ihre Produkte zwingen. Nur so könne ein Unternehmen den darin niedergelegten Dokumentationspflichten genügen. Dieser Beitrag wirft einen Blick hinter die juristischen Kulissen und untersucht, was tatsächlich dran ist an Befürchtungen, die eine interessierte Seite zuweilen nicht ohne Hintergedanken schürt.


Mehr Sicherheit für das SAN

Sicherheit im SAN zielt meist nur auf die Ausfallsicherheit ab. Allerdings bergen schlecht abgeschirmte Speichernetze auch beträchtliche Gefahren, die allzu oft leider nur stiefmütterlich behandelt werden.