Performance and Tuning
Langsame Rechner produzieren nörgelnde User. Aber das ist nicht alles: Sie führen auch dazu, dass Service Level Agreements nicht eingehalten und womöglich Strafen fällig werden, sie behindern die Geschäftsprozesse, die die IT eigentlich unterstützen soll und vergeuden Ressourcen. Noch teurer kommt unter Umständen eine fehlerhafte Kapazitätsplanung, die den tatsächlichen Bedarf unter- oder überschätzt. Deshhalb sind Performance Tuning und Capacity Planning Dauerbrenner-Themen der IT.
Allerdings erfordert das Tunen und Planen einiges an Know-how, denn Rechner und Software sind sehr komplexe Systeme, die nur der beherrscht, wer weiß wie er an verlässliche Fakten kommt, wer die Mechanik ihres Zusammenspiels versteht und wer daraus systematisch die richtige Strategie ableiten kann. Das alles vermittelt die Rubrik Performance und Tuning der Linux Technical Review. Verbunden mit zahlreichen Praxis-Tipps, Richtwerten und nachnutzbaren Erfahrungen von gestandenen Profis. Vom Kernel-Tuning bis zur Datenbankbeschleunigung, vom Blick auf die Stellschrauben des Betriebssystems wie in die Toolbox der Tuner.
Leseprobe: Buchtipp Performance & Tuning
.R. Fink, M. D. Sherer: Linux Performance Tuning and Capacity Planning (engl.) Sams, Indianapolis, 2001
Neil J. Gunther: Guerilla Capacity Planning (engl.) Springer, Heidelberg, 2007
Leseprobe: Wachstumsproblem
Editorial der Printausgabe zum Thema Performance und Tuning.
Leseprobe: I/O-Scheduler und RAID-Performance
Linux bringt vier verschiedene I/O-Scheduler mit. Nach umfangreichen Tests zeigt dieser Artikel, welche davon mit verschiedenen RAID-Systemen und Controllern am besten harmonieren.
Oracle Performance Forecast
Plötzlich schlagen die Änderungen um: Erst wuchs die Datenbank langsam, allmählich kamen neue Nutzer hinzu, schleichend änderte sich die Infrastruktur – dann stürzte von einem Tag auf den anderen die Leistung in den Keller. Genau das sollen Performance-Voraussagen verhindern helfen. Ihr Ziel ist es, solche unerwünschten Effekte rechtzeitig vorherzusehen und solide Daten für die Kapazitätsplanung zu liefern. Besonders was sich praktisch nicht vorher probieren lässt, wird damit dennoch beherrschbar.
Whitepaper: IO Tuning Guide
Desktop-Performance
Ein Projekt der Linux Solution Group e.V. versucht, Linux und Open-Source-Desktops mit einer Desktop Performance Suite für Ausschreibungen vergleichbar zu machen.
Eine Chance für Linux
Linux hat die Chance, das Tempo auf dem Markt skalierbarer Server vorzugeben. Als Schlüsselkomponente gilt dort eine effiziente Systemverwaltung. Zu deren Kernbestandteilen zählt ein modernes Performance-Management und das wiederum setzt eine verbesserte Instrumentierung des Betriebssystems voraus – die bislang fehlt. Kann sich Linux dieser Herausforderung stellen?
Mailserver Tuning
Neben I/O ist für die Performance eines Mailservers gerade das Zusammenspiel der verschiedenen Dienste eine Fundgrube für Verbesserungen.
Messaging, Realtime, Grid
Geringste Latenz und garantierte Antwortzeiten sind das Ziel von Red Hats Messaging-, Realtime-, Grid-Technologie. Schwerpunkte sind dabei die Implementierung des Messaging-Protokolls AMQP und der gepatchten Realtime-Kernel.
MySQL-Tuning
Hier mal einen Puffer vergrößert, dort auf Verdacht an einem Kernel-Parameter geschraubt, ein wenig am SQL gefeilt, einen Index erzeugt, schnellere Platten eingebaut – und nichts passiert. Die Anwender jammern weiter über die lahme Datenbank. Erfolgreiches Tuning ist eben kein Stochern im Dunkeln, sondern ein strukturierter, systematischer Prozess.
Netzwerk-Tuning
Der TCP-Stack von Linux bietet zahlreiche Eingriffsmöglichkeiten, die sich auch für das Performance-Tuning nutzen lassen. Allerdings ist das Know-how nötig, das dieser Beitrag vermittelt, um an den richtigen Schrauben zu drehen.
NMon
Eine Art Schweizer Messer für den Performance-Analysten ist NMon, ein handliches Tool, das auf den den meisten Plattformen die wichtigsten Daten zentral anzeigt und auf Wunsch auch langfristig sammelt.
Open-LDAP
Über 100 000 Queries pro Sekunde sind für OpenLDAP kein Problem. Wie der freie Verzeichnisdienst das erreicht und wo die Konkurrenz steht, zeigt dieser Artikel
Prozess-Scheduling unter Linux
Noch in der Kernel-Version 2.4 von Linux war der Scheduler eine einfache Funktion, bestehend aus nur rund 100 Zeilen Quellcode. Mittlerweile ist seine größe auf ein Vielfaches angewachsen. Dieser Artikel soll die Entwicklung des Prozess-Scheduling unter Linux in den letzten Jahren widerspiegeln und seine Herausforderungen beleuchten.
Tuning Basics
Tuning ist Kärnerarbeit und erfordert einiges an Know-how, Zielstrebigkeit und Geduld. Damit aber ist es durchaus möglich, auch ohne teure Investitionen in Hardware deutliche Performance-Gewinne zu erzielen. Ein Geheimrezept gibt es nicht, wohl aber Tipps und Tricks, die in vielen Fällen weiterhelfen.
Die Tuning-Toolbox
In den letzten Jahren hat das Linux Kernel Performance Project [1] beständig versucht, den Durchsatz des Linux Kernels und die Energie-Effizienz auf Intel Plattformen zu erhöhen. Dabei konnten die Ingenieure viel Erfahrung mit Tuning-Tools sammeln, die sie in diesem Beitrag zusammen mit praktischen Tipps weitergeben möchten.



